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  26.01.12 | FONDS professionell - Merkel warnt in Davos: "Deutschland nicht zu viel aufbürden"
Sehr geehrte Damen und Herren,

seit gestern ist das Weltwirtschaftsforum in Davos eröffnet (Fonds professionell berichtete) und wie zu erwarten war, ist das Hauptthema der 5-tägigen Veranstaltung die Finanz- und Schuldenkrise. Der Tenor der anwesenden Politiker und anderer Teilnehmer geht dabei offenbar dahin, dass Deutschland sich noch intensiver einbringen und Verantwortung übernehmen soll, als das bisher bereits der Fall ist. Dafür hatten gestern vor allem Italien und der Internationale Währungsfonds (IWF) plädiert.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht das allerdings anders und warnte davor, Deutschland zu stark in die Pflicht zu nehmen und den Euro-Rettungsschirm auszuweiten. Statt Deutschland noch mehr zuzumuten und dadurch an die Belastungsgrenze zu bringen und auf weitere Euro-Hilfen zu spekulieren, sollte die Devise besser lauten: „Mehr Europa, statt mehr Euro-Hilfen“, so der Tenor von Merkel, die den Kontinent, respektive die17 Länder umfassende Währungsunion tendenziell als „ein großes, ein erfolgreiches Projekt“ sieht.

Die Krise habe allerdings deutlich gezeigt, dass in Europa politische Strukturen fehlen, damit das Ganze funktionieren kann, wobei bereits daran gearbeitet werde, die Fehler zu korrigieren. Unterm Strich sei es essentiell, dass die europäischen Staaten bereit dazu sind, mehr Kompetenzen an Europa abzugeben und stärkere Verbindlichkeiten untereinander einzugehen, – beispielsweise im Hinblick auf Einhalten der Euro-Stabilitätskriterien – wie die deutsche Bundeskanzlerin anmerkte. Das sei die eigentliche Quintessenz des Fiskalpakets.

Daneben sprach Merkel in ihrer Eröffnungsrede auch globale Probleme an, wie die gescheiterte Handelsrunde bei der WTO und die mangelnden Fortschritte beim Klimaschutz.

Quelle:
FONDS professionell


 
 

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