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  26.01.12 | FONDS professionell - S&P stuft auch Österreichs Bundesländer herab
Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem bereits Österreich am 13. Jänner sein Triple-A-Rating bei Standard & Poor's eingebüßt hat (FONDS professionell berichtete), stufte die US-Ratingagentur nun auch sechs österreichische Bundesländer herab: Tirol, Oberösterreich und Wien verloren ihr AAA, bei den bisher bereits schlechter bewerteten Bundesländern Burgenland, Niederösterreich und Steiermark wurde der Ausblick auf "negativ" gestellt – damit haben alle diese Bundesländer ab sofort ein "AA+"-Rating, ebenso wie die Republik selbst.

S&P begründete das Downgrading mit der bereits erfolgten Herabstufung Österreichs – das Rating werde generell nach oben hin mit der Einstufung des Souveräns begrenzt. Es könne zwar in ganz speziellen Ausnahmefällen besser sein, diese Kriterien seien für die betroffenen Bundesländer aber nicht gegeben.

Wenig Überraschung bei Betroffenen
"Wenn ein ganzes Haus abgewertet wird, kann nicht ein Stockwerk ausgenommen werden", zeigte sich etwa Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer wenig überrascht. Wiens Finanzstadträtin Renate Brauner befürchtet ebenfalls keine unmittelbaren Auswirkungen: "An der Höhe der Zinsen, die wir für bestehende oder etwaige neue Kredite bezahlen müssen, ändert sich nichts, da wir die Konditionen mit den Banken direkt verhandeln."

Kärnten, das weit schlechter dasteht als die übrigen Bundesländer, lässt sich S&P-Konkurrenten Moody's bewerten – Salzburg und Vorarlberg verzichten gar auf eine externe Beurteilung.

Bonität der Banken bleibt unverändert
S&P bestätigte hingegen die Kreditwürdigkeit der österreichischen Banken. Die Bonität der Erste Group Bank und ihrer tschechischen Tochter Ceska Sporitelna, der Raiffeisen Zentralbank, ihrer Tochter Raiffeisen Bank International und der Kommunalkredit-Bad-Bank KA Finanz werde weiterhin mit "A" eingestuft – der Ausblick der untersuchten Institute ist mit Ausnahme der KA Finanz "negativ".

Quelle:
FONDS professionell


 
 

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