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27.01.12 | FONDS professionell - Ackermann glaubt an Lösung bei Griechenland-Schuldenschnitt – Neues aus Davos |
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Sehr geehrte Damen und Herren,
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist optimistisch, dass die Verhandlungen über die Beteiligung der privaten Gläubiger an einem Schuldenschnitt für Griechenland positiv ausgehen werden, wie Reuters berichtet. Er sei immer noch zuversichtlich, dass eine adäquate Lösung gefunden werde, da alle Beteiligten daran interessiert seien, einen Default zu vermeiden“, sagte Ackermann dem Nachrichtensender n-tv in einem Interview, das am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos stattgefunden hat.
Grünes Licht für 70 Prozent Verlust
Ackermann ist Chef des internationalen Bankenverbandes IIF, der im Namen der Branche in Athen verhandelt. „Wir haben sehr viel getan. Das sind immerhin fast 70 Prozent Verlust, die wir in Kauf nehmen", so Ackermann im Interview. Banken, die ihre griechischen Anleihen bereits mit Marktwerten bilanzierten, müssen damit keine zusätzlichen Belastungen in Kauf nehmen.
Der Deutsche-Bank-Chef forderte eine gemeinsame Anstrengung zum Schuldenerlass für Griechenland und betonte, dass jeder seinen Beitrag leisten müsse und man dann weitersehen müsse. Der IIF repräsentiert allerdings nur ungefähr 60 Prozent der privaten Gläubiger und es ist unklar, wie viele der griechischen Staatsanleihen sich in den Händen von Hedgefonds befinden, so Reuters. Unter den Gläubigern findet sich zudem auch die Europäische Zentralbank (EZB) wieder, die ebenfalls Hellas-Bonds hält und sich zuletzt mit Forderungen konfrontiert sah, dass sie sich ebenfalls am Schuldenverzicht beteiligen sollte.
Update aus Davos: Kritik am deutschen Exportsektor
Neben Ackermann Interview, gibt es weiteres Neues aus Davos zu berichten. So hat der britische Premierminister David Cameron seine europäischen Amtskollegen aufgefordert, „mehr Kühnheit“ in der Krise zu zeigen und mutiger und schneller mit Blick auf Lösungen für die Euro-Krise zu sein und auch darum bemüht zu sein, die EU wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Ihm zufolge sei es unter anderem essentiell, die Banken zu stabilisieren und eine Brandmauer zu bilden, um Ansteckungseffekte zu verhindern, wobei er indirekt auch Kritik an dem hohen Export Deutschlands übte.
Rückenwind erhielt Cameron von Larry Summers, Ex-US-Finanzminister unter Bill Clinton und ehemaliger Wirtschaftsberater von Barack Obama, der anmerkte, dass „wenn alle auf Export setzen“ es „niemanden mehr gibt, der das Zeug kauft.“ Dieses Wirtschaftsmodell sei nicht nachhaltig.
Bill Gates tätigt Großspende
Für positive Schlagzeilen sorgte hingegen Microsoft-Gründer Bill Gates, der in Davos ankündigte, dass er über die Bill & Melinda Gates Foundation – eine Stiftung, die das gemeinsame ‚Baby‘ von ihm und seiner Frau ist – 570 Millionen Euro für die Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria spenden will.
Quelle:
FONDS professionell
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