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  17.06.10 | Offene Immobilienfonds: Abwertungspauschale vom Tisch?
Offene Immobilienfonds: Abwertungspauschale vom Tisch?

Die Einwände der Branchenvertreter sind offenbar zumindest partiell auf fruchtbaren Boden gefallen: So lenkt das deutsche Bundesfinanzministerium (BMF) bei offenen Immobilienfonds angeblich dahingehend ein, dass ein pauschaler Bewertungsabschlag von zehn Prozent auf Immobilienbestände vorerst vom Tisch ist, wie die Börsen-Zeitung und die ‚Welt’ berichten. Dem Vernehmen nach sei kurzfristig mit einem Referentenentwurf aus dem Hause Schäuble zu rechnen, in dem dieser Punkt sowie einige andere der wesentlichen Einwände berücksichtigt werden, welche die Kapitalanlagegesellschaften gegen das vom BMF Anfang Mai vorgestellte Regelwerk in einer Anhörung vorgebracht hatten (FONDS professionell berichtete).

BVI-Präsident plädiert für Einbau in bAV

Zwar habe BVI-Präsident Thomas Neiße ein bevorstehendes Einlenken des BMF nicht verifizieren wollen, zeigte sich aber zumindest dahingehend optimistisch gestimmt, dass man nach Gesprächen in Berlin den Eindruck bekommen habe, „dass man sich sehr ernsthaft mit unseren Argumenten auseinandersetzt und dass der Bundesfinanzminister sowie die Abgeordneten aus dem Bundestagsfinanzausschuss an sinnvollen Lösungen arbeiten", wie er gegenüber der Börsen-Zeitung sagte.

In dem Interview plädierte er zudem dafür, dass man sich im Hinblick auf Investmentfonds am Beispiel der USA orientieren solle, wo diese gezielt aktiv in die betriebliche Altersvorsorge eingebaut werden. Ein entsprechendes Procedere auch in Deutschland würde nicht nur dazu führen, dass man das von der Fondsbranche verwaltete Vermögen verdoppeln könne, sondern käme auch der Refinanzierung von Unternehmen und der öffentlichen Hand zugute.

Nächster Stichtag im Hinblick auf offene Immobilienfonds ist der 23. Juni. Dann soll dem Bundeskabinett ein Reformentwurf zur Entscheidung vorgelegt werden, wie die Welt schreibt.

Quelle: FONDS professionell



 
 

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